Syrische Linsensuppe

Als Kind hatte ich ein sehr traumatisches Erlebnis mit Linsen, denn in der Nachmittagsbetreuung meiner Volksschule wurde hauptsächlich selbst gekocht. Eines Tages gab es Knödel mit Specklinsen. Ein halbes Knödel in der Mitte des Tellers, wie ein Hügel aufgebaut und rundherum braune Pampe mit kleinen Speckflankerln. Kein Wunder, dass es mir (und vielen anderen) an diesem Tag nicht sonderlich geschmeckt hat. Aber wozu hat man denn Orangeade zum Runterspülen?
Heute gibt es bei mir eine Suppe aus roten Linsen und eine Seltenheit, denn ich koche nach Rezept. Genauer gesagt nach dem Rezept für eine Linsensuppe aus dem Kochbuch „Zu Gast bei Freunden – 12 Geschichten und Rezepte aus Syrien“, dessen Erlös (das Buch ist um eine Spende von 12€ zu erwerben) der Flüchtlingshilfe der Gemeinde Bad Fischau-Brunn zugute kommt.
Eine wunderbare Aktion und auch ein sehr schön gestaltetes Kochbuch, denn man erfährt nicht nur Interessantes über die syrische Küche, sondern auch über die einzelnen Männer und ihre Geschichten, die jeweils ein Gericht vorstellen.

Man braucht:

  • 300g rote Linsen
  • 1 kleine/mittlere Zwiebel
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 6 fingerdicke Karotten (150g)
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL Kurkuma
  • Saft einer halben Zitrone
  • Salz und Pfeffer, etwas Öl

 

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Rote Linsen für 10 bis 15 Minuten in kaltem Wasser baden lassen.

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Währenddessen Zwiebel, Knoblauch und Karotten schneiden.

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Danach in einem Topf mit etwas Öl anschwitzen und die Gewürze hinzugeben.

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Anschließend die Linsen mit ihrem Wasser und etwas zusätzlichem Wasser in den Topf geben.

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Dann auf mittlerer Hitze kochen lassen und aufpassen, dass nicht zu viel Wasser verdampft und die Suppe anbrennt. So lange kochen lassen bis die Linsen und Karotten durch sind. Die Linsen zerfallen in diesem Prozess fast komplett, also könnte man die Suppe auch so lassen (wenn man die Karotten vorher auch noch ein bisschen kleiner schneidet), ich püriere meine Suppen aber gerne. Zum Schluss mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

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Und tada, die fertige Suppe ist ein Hochgenuss an kalten und regnerischen Tagen wie an diesem Wochenende und heizt danke der Gewürzmischung ordentlich ein. Mithilfe dieser Suppe habe ich also meine Abscheu vor Linsen verloren und meinen Horizont wieder etwas erweitert. Vor allem für Veganer sind Linsen ja eine große Quelle an Eiweiß und Magnesium, aber auch für Nicht-Veganer sind sie supergesund, da sie zum Beispiel auch den Cholesterinspiegel senken. Jetzt mag ich Linsen sogar richtig!

Also ich  fand’s Leggoschmeggo!

Bis zum nächsten Mal, deine Sarah


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One comment

  1. […] und Linsen, die mag nicht jeder. Ich hatte bis vor Kurzem noch ein Linsen-Trauma, wie ich hier beschrieben habe. Als Kinder haben mein Bruder und ich immer die “Cowboy”- und […]

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